KretschmerFotografie | Bessere Urlaubsfotos.
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Bessere Urlaubsfotos.

Meine Top-Tipps für schönere Erinnerungen. 

Sommer, Sonne, Strand und Meer. Hach, ich gäbe gerade einiges dafür dem deutschen, verregneten Spätfrühling zu entkommen – obwohl es ja ab heute angeblich Sommer werden soll. Sagt zumindest der Wetterbericht. Hoffen wir einfach mal, dass er Recht behält und widmen uns so lange einem Thema, das auch meistens ziemlich viel mit Sommer zu tun hat und zu dem ich viele Fragen bekomme: Urlaubsfotos.

„Wie mache ich bessere Urlaubsfotos“ ist eine Frage die in jedem unserer Workshops über kurz oder lang gestellt wird. Viele kennen das Problem am Ende des Urlaubs: Volle Speicherkarten und so viele Fotos von irgendwelchen Dingen, dass jeder Bekannte, dem man sie zeigen möchte nach spätestens 10 Minuten die Lust am Zusehen verliert. Unzählige Bilder, die alles und nichts aussagen und nicht selten hinterher einfach auf irgendwelchen Festplatten versauern. Das ist doch echt zu schade, finde ich. Deswegen kommen hier meine ganz persönlichen Tipps für bessere Urlaubsfotos.

1. Weniger ist Mehr.

Manchmal braucht es nur ein einziges Bild um die Geschichte eines ganzen Urlaubs zu erzählen. Es war im September 2013 als Franz und ich unseren ersten gemeinsamen Urlaub verbrachten: Mit den VW-Bus durch Südschweden. Wir verbrachten beinahe unsere gesamte Zeit in unserem knallblauen „Fotomobil“, fuhren durch endlose Wälder und übernachteten an versteckten Seeufern. Zehn Tage lang gab es nur uns beide. Dieses Bild ist für mich mein Schweden-Gefühl. Es zeigt alles was in diesem Urlaub wichtig war und immer wenn ich es mir ansehe, macht mich das glücklich.

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Man muss nicht pausenlos fotografieren. Es braucht nicht 32 GB voller Schnappschüsse – manchmal braucht es nur das eine Bild.

Deswegen ist mein erster Tipp: Weniger ist mehr. Fotografiert nicht möglichst viel, sondern möglichst präzise. Konzentriert euch auf das Wesentliche. Nehmt euch Zeit für ein Foto, probiert es so lange, bis ihr das Ergebnis liebt und wählt dann auch nur dieses eine Foto aus. Manchmal sind fünf tolle Fotos viel mehr wert als 100 Schnappschüsse.

2. Details

Was macht euren Urlaub aus? Der Kaffee am Morgen auf dem Balkon? Die Strandmatte, die ihr in dem kleinen Laden an der Promenade erstanden habt? Das Buch, das ihr an den Abenden mit einem Glas Wein gelesen habt?

Bilder von Details sind oft sehr vielsagend und zeigen die wichtigsten Dinge eures Urlaubs.

Die Karte von Schweden auf diesem Bild hat uns jeden Tag an einen anderen Ort gebracht und in der blauen Kaffeetasse war wohl einer der besten Kaffees die ich jemals getrunken habe. Die Currywurst ist nicht nur eine Currywurst. Sie ist ein Nachmittag auf dem Flohmarkt. Die Bierflaschen sind ein Abend in einer blühenden Oase mitten auf einem Parkdeck in Berlin mit Livemusik und Sonnenuntergang.

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Lange Rede, kurzer Sinn: Fotografiert die Details die euren Urlaub besonders machen. Das können persönliche Dinge, landestypische Kleinigkeiten oder eben einfach ein Glas Wein sein – sie werden euch an besondere Momente, Erlebnisse oder Gefühle erinnern, die mit der Kamera sonst viel zu schwer einzufangen sind. Für alle die ein bisschen was über Blende und Belichtungszeit wissen: Für Detailaufnahme finde ich eine möglichst offene Blende immer am schönsten, weil die geringe Tiefenschärfe dem Bild eine schöne Stimmung verleiht … sozusagen das „gewisse Etwas“. Alle diese Bilder sind mit einer Blende von 2,8 fotografiert.

3. Intervallaufnahme statt Selbstauslöser

Wenn man zu zweit in den Urlaub fährt und einer der zwei dann auch noch Fotograf ist, dann kann man sich denken was passiert … Kurz gesagt: Ich bin auf fast keinem Foto des Urlaubs drauf, Franz dafür auf fast jedem.

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Wirklich schade, wenn der Urlaub doch eigentlich ausschließlich aus Zweisamkeit besteht, es aber kaum Fotos zu zweit gibt. Deswegen ist das eigentlich mein wichtigster Tipp: Findet vor dem Urlaub heraus ob eure Kamera Intervallaufnahmen machen kann. Für mich ist die Intervallaufnahme im Urlaub beinahe die wichtigste Funktion, denn mit ihr kann ich schöne – und vor allem natürliche – Fotos von Franz und mir machen. Viele von euch kennen wahrscheinlich den klassischen Selbstauslöser. Kamera, postieren, schnell zurück rennen, in Pose schmeißen und auf jeden Fall lächeln bis es einmal ausgelöst hat. dann zurückrennen, das Bild betrachten, völlig unzufrieden sein und das Ganze geht beliebig oft von vorne los. Heraus kommen meist gestellte Fotos mit künstlichem Lächeln…. oder solche, wenn man noch nie einen Selbstauslöser eingestellt hat.

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Die Funktion „Intervallaufnahme“ ist im Grunde nichts anderes als ein erweiterter Selbstauslöser. Mit ihr kann ich einstellen, dass meine Kamera automatisch mehrere Fotos hintereinander im Abstand einer beliebigen Zeit macht, meine Lieblingseinstellung sind 20 Bilder die jeweils im Abstand von 5 Sekunden gemacht werden. Ich suche mir also einen schönen Hintergrund, stelle den Bildausschnitt ein und starte dann die Intervallaufnahme. Dann gehe ich gemütlich zu Franz, setzte mich zu ihm und wir machen einfach irgendwas, während die Kamera munter drauflos knipst.

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Von den 20 entstandenen Bildern sind danach bestimmt die Hälfte nichts geworden, aber es sind immer auch ein paar dabei die wirklich schön und vor allem natürlich sind, weil wir uns mit uns selbst beschäftigen und nicht starr auf „das eine Bild“ warten.

Meine Trefferquote ist also 20 Mal höher als wenn ich die klassische „Selbstauslöser-Variante“ nutzen würde. Fast alle meiner absoluten Lieblingsbilder aus dem Urlaub sind so entstanden.

4. Sortieren und bestellen!

Es ist doch zu schade, wenn man tolle Urlaubsbilder mit nach Hause bringt und sie dann auf irgendeiner Festplatte vor sich hin schmoren lässt. Wirklich, eine Schande. Deswegen: Sortiert eure Bilder, wählt die besten aus (ihr wisst schon: weniger ist dabei mehr) und dann nichts wie hin zu Fotolabor. Meine erste Anlaufstelle für schöne Abzüge und andere Drucke ist dabei Saal Digital, mein Lieblingsprodukt sind neben klassischen Rahmen, Drucke auf Alu Dibond.

Ich finde es geht nichts über die eigenen Bilder an den Wohnzimmer-Wänden. Und denen im Schlafzimmer. Und im Flur. Und . . .

So, und noch eine kleine Anmerkung am Schluss, für alle die fototechnisch schon etwas professioneller unterwegs sind: Mein absolutes Lieblingsobjektiv für schöne Urlaubsfotos ist das 50mm, 1,8. es ist wunderbar lichtstark und ich kann damit sowohl Menschen als auch Natur oder Details toll einfangen – und außerdem ist es nicht so schwer.

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